Smart Juicer
Smart Juicer überträgt die bewährte Logik einer Kaffe-Kapselmaschine auf die Zubereitung von frischen Getränken auf Fruchtbasis für den häuslichen Gebrauch.
Vorportionierte Fruchtmischungen sind für den Kunden im Kühlregal eines kooperierenden Supermarktes verfügbar. Dem Nutzer steht es nach einsetzen einer solchen Fruchtmischung frei, zusätzliche Konfigurationen des Getränks mithilfe des eingebauten Touchscreen vorzunehmen. So erlauben bspw. ergänzende Pulverfächer die Beimengung von Proteinen oder Superfoods.
Aus den Ergebnissen der Marktanalyse, der Ideenentwicklung und der User Journeys wurde ein realitätsnaher 1:1-Prototyp entwickelt. Statt den Anspruch zu erheben, eine technische Serienreife zu sein, legte er den Fokus auf die Überprüfbarkeit von Bedienabläufen und Proportionen. Im Mittelpunkt stand eine nachvollziehbare Interaktion, bei der Auswahl, Zubereitung und Ergebnis als zusammenhängender Ablauf erkennbar bleiben.
- 01 Kapsel einsetzen Fruchtmischung einlegen
- 02 Getränk wählen Menge und Zusätze konfigurieren
- 03 Zubereiten Frucht und Pulver kombinieren
- 04 Direkt genießen Ausgabe ins bereitgestellte Glas
Fruchtmischung und Pulverzusätze wurden als separate Module konzipiert. Dadurch bleibt die Basisportion eindeutig, während sich das Getränk gezielt an Geschmack oder Ernährungsziel anpassen lässt.
Das sichtbare Seitenfach ermöglichte eine nachvollziehbare Auswahl und Nachfüllung, ohne eine technisch fertige Dosiermechanik vortäuschen zu müssen. Trotz der Verwendung unterschiedlicher Kombinationen blieb die Bedienlogik übersichtlich. Der Prototyp diente dazu, die Verständlichkeit der Platzierung und Funktion des Seitenfachs zu prüfen.
Smart Juicer
Der maßstäbliche Kartonprototyp übersetzt das Nutzungskonzept in eine prüfbare Bauform und bildet Touchscreen, Zubereitungsfenster, Pulverfach und Ablage sichtbar ab.
Im Rahmen meiner Tätigkeit als Lead für Konzeption und Prototypenbau habe ich den Nutzungsvorgang zunächst strukturiert.
So entwickelte ich die 1:1-Kartonarchitektur unter Berücksichtigung der zuvor im Team festgelegten Komponenten wie Touchscreen, Sichtfenster, Pulverfach, Wassertank und Glasablage.
Während ein Smartphone eingesetzt wurde um die Interaktionsschnittstelle des Geräts zu simulieren, wurde das Tablet als Sichtfenster verbaut. Genauer wurden auf dem Tablet Videoaufnahmen des Innenraums eines realen Mixers abgespielt um den Eindruck eines „funktionierenden“ Prototyps zu vermitteln.
Die Verständlichkeit, Stabilität und Haptik des bewusst einfachen Demonstrators wurden in iterativen Nutzertests geprüft. Die Beobachtungen aus den simulierten Nutzerinteraktionen wurden direkt bei der Anordnung und Beschriftung der Bedienelemente berücksichtigt.
Bauform iterieren
Karton erlaubte schnelle Formstudien, korrigierbare Maße und einen überzeugenden Demonstrator im Maßstab 1:1.
Bedienung simulieren
Ein Smartphone bildete die Steuerung ab; ein Tablet visualisierte die Zubereitung durch das Sichtfenster.
Zusätze organisieren
Das seitliche Fach trennt optionale Pulver und macht ihre Auswahl als eigenständigen Schritt nachvollziehbar.
Abläufe räumlich prüfen
Die offene Rückseite machte Tank, Führung und benötigten Bauraum für das Team unmittelbar diskutierbar.