Zentrum für Digitale Entwicklung
Das Zentrum für Digitale Entwicklung unterstützt Kommunen bei der Entwicklung und Umsetzung individueller Smart-City-Strategie. Interdisziplinäre Teams verbinden Beratung, Workshops, Datenanwendungen, Sensorik und den Betrieb konkreter Lösungen.
Meine Laufbahn bei der ZDE GmbH habe ich im Rahmen eines Pflichtpraktikums begonnen und durfte anschließend als Werkstudent für rund zwei Jahre weitergearbeitet. Aus anfänglich unterstützenden Aufgaben entwickelte sich eine vielseitige Rolle, die fachliche Abstimmung, Software und Projektpraxis umfasst.
Dabei setzte ich Kompetenzen in den Bereichen Anforderungsanalyse, Dashboard-Entwicklung, Datenverständnis und technischer Integration ein. Ebenso wichtig waren eine klare Kommunikation, eine eigenständige Vorbereitung und ein zuverlässiges Arbeiten beim Kunden vor Ort.
Mit wachsender Projekterfahrung durfte ich zunehmend eigenständige Aufgaben übernehmen bei denen ich mich von der ersten Klärung bis zur praktischen Erprobung einbringen konnte. Dadurch lernte ich unter anderem, technische Entscheidungen konsequent mit kommunalen Zielen und den Bedingungen am späteren Einsatzort zu verbinden.
Im Rahmen meiner Tätigkeit habe ich Anforderungen in sinnvolle Kennzahlen, Darstellungen und technische Arbeitspakete übersetzt, um sie unter anderem in kommunalen Dashboards umzusetzen. Im Bereich Sensorik und SCVS (Smart City Vision System) habe ich die technischen Prozesse von der Vorbereitung und Integration bis zur Auswertung und Abstimmung im Technikteam umfassend begleitet.
Beim Kunden umfassten meine Aufgaben die technische Umsetzung und Inbetriebnahme der Anlagen am Einsatzstandort.
Diese Praxis wurde zudem durch Workshops und Führungen ergänzt welche ich meist in Zusammenarbeit mit dem Strategie Team des Unternehmens konzipiert und umgesetzt durfte.
Ein Smart-City-Dashboard beginnt nicht bei der Visualisierung, sondern bei der kommunalen Fragestellung. Datenquelle, Aktualität, räumlicher Bezug und Zielgruppe bestimmen, welche Kennzahl tatsächlich verständlich und handlungsrelevant ist.
Meine Arbeit verband diese fachliche Klärung mit der technischen Umsetzung. Anforderungen aus Gesprächen und Workshops wurden in Datenwege, Darstellungslogik und klar abgegrenzte Entwicklungsschritte übersetzt.
So entstand ein Rückkopplungskreis aus Verstehen, Konzipieren, Umsetzen und Prüfen. Rückmeldungen aus Präsentation und Betrieb flossen wieder in Datenmodell, Oberfläche und Konfiguration ein.
Technik verständlich vermitteln
Ich bereitete Inhalte und Demonstrationen vor, begleitete Termine und verband technische Funktionsweisen mit dem konkreten kommunalen Nutzen.
Dashboards konzipieren und umsetzen
Kommunale Anforderungen wurden in relevante Kennzahlen, verständliche Darstellungen und konkrete technische Arbeitspakete übersetzt.
Sensorik auswählen und integrieren
Geeignete Komponenten wurden ausgewählt, vorbereitet und so eingebunden, dass Messwerte zuverlässig in den jeweiligen Anwendungskontext gelangten.
SCVS technisch begleiten und auswerten
Bei der Arbeit mit dem SCVS unterstützte ich technische Abläufe und die Überführung datenschutzkonformer Analysen in verwertbare Verkehrsdaten.
Das Smart City Vision System nutzt kamerabasierte Objekterkennung, um Personen und Fahrzeugklassen in einer individuellen Szene zu unterscheiden. Frei definierbare Flächen und Zähllinien übersetzen die erfassten Bewegungen anschließend in strukturierte Messereignisse.
Im Mittelpunkt steht eine DSGVO-konforme Auswertung von Verkehrs- und Personenströmen. Auf diese Weise werden aggregierte Kennzahlen bezüglich der Anzahl, der Richtung, der Verteilung und der Nutzung eines Bereichs ermittelt und entsprechend den Kundenbedürfnissen weiterverarbeitet.
Mehrere Sensoren, ein gemeinsamer Datenraum
SCVS und Wetterstation erfassen unterschiedliche Aspekte des Stadtraums; LoRaWAN führt Messwerte über Gateway und Cloud in nutzbare Anwendungen.
Messwerte werden zur nutzbaren Oberfläche
JavaScript und Node-RED verbinden Datenflüsse mit einer verständlichen Dashboard-Darstellung für den Smart City Campus.
Ich unterstützte die technische Arbeit am SCVS und die Überführung seiner Auswertungen in nutzbare Verkehrsdaten. Dazu gehörte, Systembedingungen und Ergebnisse gemeinsam mit dem Technikteam zu betrachten.
Besonders prägend war der Blick auf die gesamte Verarbeitungskette: Eine plausible Kennzahl hängt nicht allein vom ML-Modell ab, sondern ebenso von Sensorposition, Konfiguration und Interpretation.
Oftmals werden kommunale Ziele in Workshops gemeinsam mit dem Auftraggeber erarbeitet. Hierbei stehen vor allem die konkreten Anwendungsfälle, Prioritäten und offene Entscheidungen im Fokus. Diese Klärung bildete die Grundlage für Komponentenauswahl, Konfiguration und einen realistischen Installationsplan.
Vor Ort kamen Bedingungen hinzu, die am Schreibtisch nur begrenzt sichtbar sind: Montagepunkte, Stromversorgung, Konnektivität, Zugänglichkeit und eine verständliche Übergabe an die späteren Anwender.
Workshops schaffen eine gemeinsame Arbeitsgrundlage
Ziele und Nutzungssituationen wurden so strukturiert, dass daraus technische Entscheidungen und nachvollziehbare nächste Schritte entstehen konnten.
Die praktischen Erfahrungen, die ich im Rahmen meiner Außeneinsätze sammeln konnte, haben meinen Blick für Schnittstellen, Konfiguration, Diagnose und Dokumentation geschärft. Technische Qualität zeigt sich in einem nachvollziehbaren und betreibbaren Gesamtablauf.
Meine heutige Softwareentwicklung wird maßgeblich von dieser Erfahrung geprägt. Anforderungen werden früh im Nutzungskontext geprüft und Lösungen so entwickelt, dass Integration, Fehlersuche und spätere Anpassungen mitgedacht sind.