Smart Bin

Interaktionsprinzip Müllentsorgung als beiläufige Abstimmung
Smart Bin übersetzt eine alltägliche Handlung in eine leicht zugängliche Interaktion. Das zentrale Display stellt eine Frage, während zwei seitliche Displays die Antworten den Einwurföffnungen zuordnen. Durch die Entsorgung von Abfall wird gleichzeitig eine Stimme erzeugt. Entscheidend war, keinen zusätzlichen Bedienschritt einzuführen: Die gewohnte Entsorgung bleibt unverändert, während Sensorik und Software im Hintergrund aus dem Einwurf ein direktes Feedback erzeugen. Im Rahmen des Studienprojekts wurde die technische Entwicklung der Hochschule Aalen mit der gestalterischen Perspektive der HfG Schwäbisch Gmünd vereint. Das modulare System wurde für Orte mit vielen kurzen Kontakten konzipiert, wie beispielsweise Stadien, Festivals oder Badeseen. Beteiligung entsteht genau dort, wo Aufmerksamkeit nur für einen kurzen Moment verfügbar ist.
  1. 01 Frage anzeigen Zentrales Display
  2. 02 Antwort wählen Zwei Einwurfoptionen
  3. 03 Abstimmen Entsorgung als Stimme
  4. 04 Einwurf erkennen Auswertung in Echtzeit
Separates Aufsatzgehäuse des Smart Bin mit zwei Einwurföffnungen
Modularität Ein Aufsatz statt eines Spezialbehälters
Die Interaktionstechnik wurde als Holzaufsatz konzipiert. Dadurch bleibt der darunterliegende Müllbehälter austauschbar und das Prinzip lässt sich auf unterschiedliche Einsatzorte übertragen und erproben. Innerhalb des Aufsatzes sind Displays, Lichtschranken und Steuereinheiten modular zugänglich. Wartung, Anpassung und ein späterer Wechsel des Behälters werden damit vom eigentlichen Interaktionssystem getrennt.
Funktionsfähiger Proof of Concept Funktionsfähiger Smart-Bin-Prototyp mit zwei Einwurföffnungen Smart Bin Das modulare Aufsatzsystem wurde für einen handelsüblichen Müllbehälter entwickelt und als präsentationsfähiger Prototyp umgesetzt.
Mein Beitrag Technische Leitung im interdisziplinären Team
Innerhalb des Teams, lag mein Tätigkeitsschwerpunkt auf den Gebieten Elektronikarchitektur, Embedded-Software und der Integration von Sensorik und Displays. Darüber hinaus umfassten meine Tätigkeiten die Konstruktion und den Aufbau des Holzprototyps. Die zuverlässige Erkennung unterschiedlicher Müllobjekte, die Synchronisation aller Anzeigen und der kompakte, präsentationssichere Einbau der Elektronik stellten dabei die größten Herausforderungen dar. Die Zusammenarbeit verband technische Entwicklung an der Hochschule Aalen mit gestalterischer Perspektive der HfG Schwäbisch Gmünd. Funktionslogik, Gehäuse und Nutzerführung wurden nicht getrennt, sondern als gemeinsames Interaktionssystem entwickelt und für Präsentation sowie Projektdokumentation aufbereitet.
Elektronik Breadboard-Prototyp mit STM32-Mikrocontroller und drei Displays Steuerung entwickeln STM32 Nucleo und Embedded C koordinieren Anzeigen, Sensorereignisse und Stimmenzählung.
Nutzerführung Drei LCD-Displays zur Darstellung von Frage und Antworten Interaktion sichtbar machen Ein 4×20-Display zeigt die Frage, zwei 2×16-Displays beschriften die Antwortöffnungen.
Sensorik Infrarot-Lichtschranken unter den Einwurföffnungen Einwürfe erfassen Zwei Lichtschranken erkennen Durchwürfe berührungslos und ordnen sie der gewählten Antwort zu.
Prototypenbau Modular verkabelte Elektronik im Holzgehäuse des Prototyps System integrieren Breadboard, Sensorik und Displays wurden modular verkabelt und kompakt im Holzgehäuse montiert.
Komponenten
STM32 Nucleo Embedded-Steuerung
3 LCD-Displays Frage und klare Antwortführung
2 Lichtschranken Berührungslose Echtzeiterkennung
Breadboard & Holzaufbau Modularer 1:1-Prototyp

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